Aller guten Dinge sind drei

Aller guten Dinge sind drei

Alle drei Meisterschaften sind offen und das Triple möglich

„Er hat alles zu verlieren, ich dagegen nichts“

Fahrermeisterschaft 2017

So lautet Nicks klare Kampfansage an den direkten Konkurrenten Dennis Olsen: „Wir sind in der Rolle des Jägers. Der große Druck liegt bei Dennis. Er darf keine Fehler machen und muss mit der Situation umgehen. Dass ihm dies nicht immer gelingt, hat man am Sachsenring gesehen“, sagt Nick. Am Sachsenring konnte Nick den Rückstand halbieren und liegt nur 13 Punkte hinter dem Konrad-Piloten: „Wir machen alles wie immer. Das gesamte Team bereitet sich optimal vor, wir geben in den Sessions unser Bestes und sehen am Ende, wo wir landen“, so Nick weiter. Die Ausgangsposition ist klar, holen wir einen Punkt mehr auf als am Sachsenring, ist die Fahrermeisterschaft in trockenen Tüchern: „Die Rechenbeispiele interessieren mich an dieser Stelle nicht. Ich möchte meine Konkurrenten immer schlagen. Kommt dabei ein Titel raus, ist das natürlich super. Sollte es aber am Ende nicht funktionieren, können wir uns nichts vorwerfen und beenden die Saison erhobenen Hauptes.“

„Ich hoffe wir erleben ein Déjà-vu“

Rookiemeisterschaft 2017

Larry ten Voorde spielt auf die verfrühten Titelfeierlichkeiten am Sachsenring an: „Ja, natürlich war es ärgerlich, als Champion ausgerufen zu werden und es am Ende doch nicht zu sein. Aber es ist Teil meiner Mentalität, solche Situationen als Ansporn zu nehmen“, sagt Larry rückblickend. Hinzu kommt, dass er über die Saison der klar stärkere Rookie und sein Vorsprung mehr als komfortabel ist: „Wir haben errechnet, dass ich lediglich 75% der Renndistanz des ersten Rennens absolvieren muss, um definitiv Meister zu sein. Dennoch gehen wir das Rennen nicht „lässig“ an: „Wir geben alles, auch mit Blick auf die Teamwertung. Wenn wir den Job vom Sachsenring wiederholen, dann gibt es eine zweite Runde Champagner und Kuchen für alle, die Teil des Erfolges waren. Dafür arbeite ich in den finalen Tagen besonders hart“, sagt Larry, der einen Test in Hockenheim, ein finales, noch härteres Fitnessprogramm und unzählige Runden im Simulator absolvierte und absolvieren wird, um sich den Rookietitel 2017 zu sichern.

„Ein Titel von immenser Bedeutung für das Team“

Teammeisterschaft 2017

Denn nur mit einem funktionierenden Team, mit Ehrgeiz, Willen und Mut und der entsprechenden Akribie kommt die Konstanz und am Ende der Erfolg: „Und daran ist jede einzelne Frau und jeder einzelne Mann im Team beteiligt. Natürlich wird der Crew einiges abverlangt. Natürlich darf man die körperlichen Anstrengungen nicht unterschätzen. Aber gerade die stetige Weiterentwicklung und die Arbeit auf diesem professionellen Niveau verlangen jede Woche Höchstleistungen vom Team. Umso deutlicher wird die Bedeutung der Teammeisterschaft. Der Gewinn täuscht nicht nur über die Strapazen hinweg, sondern zeigt deutlich, dass wir der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sind“, sagt Teamchef Marcel Jürgens-Wichmann. Im Moment sind es 49 Punkte, die das Team Deutsche Post by Project 1 vom Konkurrenten Konrad Motorsport trennen: „Das soll nach Möglichkeit auch nach der letzten Zieldurchfahrt am Sonntag so sein. Wir wissen, dass wir als Einheit stark sind. Alle drei Fahrer haben dieses Jahr bewiesen, wie wichtig es ist, als Team zusammen zu arbeiten, um am Ende der Saison die Meisterschaft zu holen“, sagt Marcel mit einem Lächeln.

„Wir haben uns sehr gut entwickelt“

Saisonfinale 2017

Kaum zu glauben, aber am kommenden Montag ist die Porsche Carrera Cup Deutschland Saison 2017 schon wieder Geschichte. Daher haben wir die Saison gemeinsam mit David Revue passieren lassen: „Wenn ich auf die vergangenen Wochenenden blicke, bin ich zufrieden. Gerade der Einstieg in die Saison mit meinem unverschuldeten Unfall beim Saisonauftakt war schwierig. Dennoch, ich habe mich wieder gefangen, mich mit dem Team entwickelt und meine Fähigkeiten ausgebaut. Für mich sind die Arbeit mit Ingenieur Richard, die Analysen mit Nick und Larry sowie die Anstrengungen im Fast Track Racing Center die Grundlagen für jede Verbesserung. Die letzten zwei Jahre haben mich als Fahrer sicherlich reifen lassen und ich habe den Sprung vom Formel- in den GT-Sport geschafft. Jetzt möchte ich beim letzten Rennen beweisen, wozu ich im Stande bin. Die Zeichen stehen auf Angriff“, sagt der Münsterländer kurz vor den letzten zwei Rennen beim Saisonfinale am Hockenheimring.