Der Jahresrückblick 2017

Der Jahresrückblick 2017

Project 1 Motorsport – Teammeister 2017

Dieser Meisterschaftstitel steht wie kein anderer für die harte Arbeit seit unserer Neuausrichtung 2016. Die Umstrukturierung, Verjüngung und der Fokus auf die Ausbildung junger Talente zeigen deutlich, dass zwei Jahre genügen, um solche Maßnahmen erfolgreich umzusetzen: „Ich denke, das Augenmerk lag auf der neuen Zusammenstellung des Teams. Funktionierende Prozesse bei neuen Teammitgliedern zu implementieren und eine Vertrauensbasis zu schaffen, sind große Herausforderungen. Diese innerhalb von nur zwei Jahren zu bewältigen und dabei die sportliche Leistung aufrechtzuerhalten, macht mich als Teamchef besonders stolz“, sagt Marcel Jürgens-Wichmann.

Dabei lieferten wir uns in diesem Jahr harte Kämpfe mit Konkurrenten, die uns zu Höchstleistungen angespornt haben: „In dieser Sache unterscheidet sich der Motorsport nicht von anderen Sportarten. Du musst immer den einen Schritt voraus sein, noch mehr trainieren und arbeiten, um am Ende als Sieger dazustehen. In dieser Hinsicht hat uns die Konkurrenz in diesem Jahr zwar ordentlich gefordert, aber nicht schlagen können“, so Marcel Jürgens-Wichmann weiter.
Am Ende gewinnen wir mit unserem Fahrertrio Nick Yelloly, Larry ten Voorde und David Kolkmann sowie der gesamten P1-Crew mit 402 Punkten den Titel.

Larry ten Voorde – Rookiechampion 2017

Unser „Flying Dutchman“ ist das beste Beispiel für eine funktionierende Rennfahrerausbildung in Zusammenarbeit mit dem Fast Track Racing Center: „Jetzt können wir es ja verraten“, sagt Axel Funke, Projektleiter bei unserem Partner FTRC, mit einem Augenzwinkern. „Ich war nach unserer ersten Evaluation nicht erfreut über seine körperliche Verfassung und seinen Lebensrhythmus. Dennoch waren wir überzeugt, dass wir den körperlichen Aspekt in den Griff bekommen und ihn zu einem Siegertypen formen können. Am Ende ist uns genau dies innerhalb nur eines Jahres gelungen.“

Highlight der Saison war sicherlich der Sieg im Rahmen der Langstreckenweltmeisterschaft WEC auf dem Nürburgring. „Der erste Sieg in einem Porsche 911 GT3 Cup ist sicherlich ein Moment, den man nie vergessen wird. Vor allem weil ich mich vorher gegen leistungsstärkere Porsche und meinen größten Konkurrenten Thomas Preining durchsetzen konnte“, sagt Larry im Rückblick.
„Abschließend kann ich sagen, dass ich so fit bin wie noch nie. Nie konkurrenzfähiger war und diese Saison nicht missen möchte. Der Rookietitel im Porsche Carrera Cup Deutschland ist der größte Erfolg meiner Karriere und den habe ich einem tollen Team, einem großartigen Ausbildungsprogramm und viel Arbeit und Fleiß meinerseits zu verdanken“, sagt Larry.

Wie es im kommenden Jahr weitergeht steht noch nicht fest. Sicher ist jedoch, er wird dem aktiven Motorsport treu bleiben, um sein großes Ziel zu erreichen: Den Gewinn der 24 Stunden von Le Mans.

Nick Yelloly – Vizemeister 2017

Er machte es spannend bis zum Schluss. Nach einer famosen Aufholjagd Mitte der Saison trennten ihn beim Saisonfinale in Hockenheim lediglich 13 Punkte vom Meisterschaftsführenden im Porsche Carrera Cup Deutschland Dennis Olsen: „Am Ende ist es schade, dass wir den Titel nicht holen konnten. Aber um ehrlich zu sein, wir hätten sehr viel Glück und eine bessere Performance im letzten Rennen gebraucht, um dies umzusetzen. Nichtsdestotrotz war es eine wirklich erfolgreiche Saison und ein weiterer Anstieg in meiner persönlichen Lernkurve“, sagt Nick Yelloly.

Denn man darf nicht vergessen, dass der Brite im April 2016 zum ersten Mal in einem geschlossenen Rennwagen saß. „Dass er 2017 schon um den Fahrertitel kämpfen konnte ist der eindeutigste Beweis, dass ein Umstieg vom Formel- in den GT-Sport kein Ding der Unmöglichkeit ist. Er muss nur gut geplant und durchgeführt werden“, sagt Marcel Jürgens-Wichmann.

Auch bei Nick Yelloly laufen die Gespräche für die Engagements im Jahr 2018. Fest steht wohl, dass er seine Tätigkeit als Simulatorfahrer bei Force India F1 fortführen wird. „Darüber hinaus möchte ich aber auch den Sportwagen treu bleiben“, sagt der Mann aus der Nähe von Birmingham.

David Kolkmann – Mehr als nur ein Rennfahrer

David ist nun schon das zweite Jahr festes Mitglied des Teams. Diese Integration geht deutlich über seinen Einsatz als aktiver Rennfahrer hinaus. „In der rennfreien Zeit liegt mein Fokus auf der Arbeit mit dem Fast Track Racing Center. Ich möchte meine Erfahrungen in die Ausbildungen von jungen Talenten einfließen lassen und sehe mich als Berater und helfende Hand. Das betrifft die Organisation der FTRC-Aktivitäten, die Betreuung des Simulators und das Coaching. Natürlich kommt mein Sportprogramm und Training für die Renneinsätze hinzu“, sagt David Kolkmann.

Er ist ebenfalls Umsteiger und wechselte 2016 aus dem Formel 4-Auto in den Porsche 911 GT3 Cup. „Auch meine Lernkurve zeigt deutlich nach oben. Leider konnte ich in dieser Saison nicht immer mein volles Potential zeigen und hatte das ein oder andere Mal einfach Pech. Dennoch werde ich weiter an mir und meiner Karriere im GT-Sport arbeiten und meinen Weg hier bestreiten“, so David weiter.
Fest steht, dass der 21-Jährige aus dem Raum Münster wichtiger Teil der Project 1 Erfolgsgeschichte 2017 ist und seine Rolle im Team ausgebaut und gefestigt hat.

Stars in der Manege – Richy Müllers Gaststart am Nürburgring…

…war ein voller Erfolg. Wir geben zu, sportlich gibt es sicherlich noch Raum für Verbesserungen. Aber für den ersten und einzigen Einsatz 2017 war seine Leistung vollkommen in Ordnung. Nach wie vor beeindruckend ist seine sympathische und bodenständige Art, mit der er den Motorsportfans und der Presse gegenübertritt: „Für mich sind die Fans, neben dem Team, die wichtigsten Menschen an der Rennstrecke. Sie sind Grundlage dafür, dass ich all diese tollen Dinge machen darf. Es wäre unfair und nicht meine Art Autogramm- und Fotowünsche oder auch die ein oder andere Unterhaltung abzulehnen“, sagt Richy Müller.

Wahrscheinlich macht ihn genau das zu dem Zuschauermagneten, der er nun einmal ist. „Der Gaststart am Nürburgring war auch kommunikativ ein Erfolg. So konnten Porsche und wir insgesamt 55 Millionen Kontakte generieren und somit das Engagement entsprechend verzinsen“, sagt Jan Bodenbach, der den Einsatz seitens der Kommunikationsagentur tolimit begleitete.

Was wären wir ohne euch?!

Was braucht es neben einer tollen Crew, jungen und schnellen Rennfahrern und einem Porsche Rennfahrzeug? Richtig, starke Partner an seiner Seite.

An dieser Stelle sei ein Hinweis auf das nächste Jahr gestattet. Wir feiern dann 20 Jahre Partnerschaft mit der Deutschen Post und werden auf bewegende Zeiten, viele begeisterte Kunden, Emotionen pur und eine gelbe Erfolgsgeschichte zurückblicken.

Außerdem werden wir die Partnerschaft mit der Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ fortführen und den guten Zweck nicht aus den Augen verlieren und gemeinsam mit zahlreichen Partnern Kindern auf der ganzen Welt helfen.

Nun bleibt uns nur noch der Dank an alle, die Teil des Teams waren, uns die Daumen gedrückt und live oder vor dem TV mitgefiebert haben. Ihr seid der Grund, weshalb wir unseren Sport lieben und auch in den nächsten Jahren so weitermachen werden.